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Viel hat sich getan.

Der deutsch-jüdische Neurologe Alfred Hauptmann beschrieb bereits im Jahre 1912 die antikonvulsive Wirkung von Phenobarbital. Auch wenn es in der Epilepsiebehandlung heute nicht mehr zu den Mitteln der ersten Wahl gehört, so wird es dennoch, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, am häufigsten zu diesem Zwecke verordnet. Phenobarbital ist also weit davon entfernt, in den Arzneimittelschränken „einzustauben“ und befindet sich ferner seit 1977 in der Lister der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Die Jungen Epileptologen wollen interessierten Kolleginnen und Kollegen sowie Studenten zeigen, dass sich seit 1912 in der Epileptologie aber sehr viel getan hat. Nicht nur die Entwicklung neuer antikonvulsiver Medikamente, sondern auch die Etablierung der Epilepsiechirurgie, die Gründung der Gesellschaft für Neuropsychologie oder die neuen Erkenntnisse der Neuropathologie seien hier beispielhaft erwähnt. Neben dem „Symposium der Jungen Epileptologen“ auf den Jahrestagungen der DGfE, wollen wir zielgruppengerechte Fortbildung organisieren, Möglichkeiten der Förderung aufzeigen oder auch zum Netzwerken, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, dienen, um nur einige unserer Ziele zu nennen. Nach einem Jahr „Junge Epileptologen“ blicken wir gespannt in die Zukunft und freuen uns natürlich über deine Anregungen und Ideen.